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Waffen-SS
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Der Oberbegriff Waffen-SS wurde im Zuge der Vorbereitungen zur Schaffung eines zentralen ErgĂ€nzungsamtes und SS-ErgĂ€nzungsstellen in allen Wehrkreisen im November 1939 als neue Sammelbezeichnung fĂŒr die schon frĂŒher aufgestellten bewaffneten SS-Einheiten der nationalsozialistischen SS erstmals verwendet.cite-ref-1[1] Der Waffen-SS gehörten sowohl KampfverbĂ€nde als auch die Wachmannschaften der Konzentrationslager an, die Wachmannschaften wurden von den Totenkopf-Wachsturmbannen und den ersten drei SS-Totenkopfstandarten gestellt. Die als „PolizeiverstĂ€rkung“ aufgestellten Totenkopfstandarten wurden 1941 in die Waffen-SS ĂŒberfĂŒhrt, wobei die meisten von diesen als regulĂ€re SS-Infanterie-Regimenter in SS-Divisionen eingegliedert wurden. Dort wurde nur noch den Regimentern der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“, den Angehörigen der IKL und den WachverbĂ€nden der Konzentrationslager sowie deren ErsatzverbĂ€nden erlaubt, weitherhin den Kragenspiegel mit dem Totenkopf zu tragen.cite-ref-2[2] Es gab jedoch einen regen Personalaustausch zwischen den die KZ bewachenden TotenkopfverbĂ€nden, der „Totenkopf“-Division, und weiteren VerbĂ€nden der Waffen-SS.cite-ref-3[3]

Ihre KampfverbĂ€nde wurden im Zweiten Weltkrieg dem Oberbefehl der Wehrmacht unterstellt, kĂ€mpften an der Front und wurden zur Sicherung der okkupierten Gebiete gegen WiderstandskĂ€mpfer eingesetzt. Einige Divisionen der Waffen-SS gehörten zumindest phasenweise zu den kampfkrĂ€ftigsten VerbĂ€nden der deutschen StreitkrĂ€fte. Aufgrund ihrer Beteiligung am Holocaust, am Völkermord an den Sinti und Roma und an zahlreichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die zivile Bevölkerung wurde sie 1946 im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vom Internationalen MilitĂ€rgerichtshof zur verbrecherischen Organisation erklĂ€rt. In Deutschland sind die Verbreitung von Propagandamaterial und die Verwendung von Kennzeichen der SS strafbar (§§ 86 und 86a StGB).

Contents

‱ Wurzeln
‱ Verluste
‱ Dienstgrade
‱ Im Krieg
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Überblick

Beim Angriffskrieg gegen Polen waren die SS-Regimenter und -Bataillone noch auf verschiedene Armeen der Wehrmacht verteilt. Nach der raschen Eroberung wurden (ab Oktober 1939) die SS-Standarten und SS-WachverbĂ€nde in SS-Divisionen (SS-VerfĂŒgungsdivision, SS-Division Totenkopf) zusammengefasstcite-ref-4[4] und durch zum Teil aggressive Anwerbung zu einer selbststĂ€ndigen militĂ€rischen Organisation ausgebaut. Die Wehrmacht gab Aufnahmequoten vor, ebenso auch, welche JahrgĂ€nge angeworben werden konnten. Nur Kriegsfreiwillige (noch nicht Wehrpflichtige) konnten unbegrenzt aufgenommen werden, SS-Angehörige wurden zwangsweise in die SS-Totenkopfstandarten eingezogen, aus eroberten Gebieten wurden „Volksdeutsche“ zwangsrekrutiert, die mangels ReichsbĂŒrgerschaft nicht in der Wehrmacht dienen konnten.cite-ref-5[5] Ab 1941 warb die Waffen-SS zunehmend auslĂ€ndische Freiwillige an, ab 1944 betrug der Anteil an „FremdlĂ€ndischen“ mehr als die HĂ€lfte.cite-ref-6[6] Die FĂŒhrung und Verantwortung lag jedoch immer bei deutschstĂ€mmigem SS-Personal.

Die Waffen-SS umfasste bis zu 914.000 Angehörige, im Juni 1944 verfĂŒgte sie noch ĂŒber etwa 600.000 Soldaten.cite-ref-7[7] Einheiten der Waffen-SS wurden an der Front und zur Sicherung besetzter Gebiete eingesetzt und waren fĂŒr zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich, zum Beispiel in Oradour-sur-Glane und Sant’Anna di Stazzema. Angehörige der Waffen-SS waren unter dem Deckmantel der „PartisanenbekĂ€mpfung“, als bewaffnete AusfĂŒhrende der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD sowie mit ihren TotenkopfverbĂ€nden und zwei Brigaden auch direkt am Holocaust beteiligt.cite-ref-8[8] Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler, an dem Offiziere der Wehrmacht maßgeblich beteiligt waren, wurden der Waffen-SS weitere bis dahin der Wehrmacht zustehende Kompetenzen ĂŒbertragen; so erhielt Himmler den Befehl ĂŒber das Ersatzheer und die Abwehr.cite-ref-9[9]

Die NS-Propaganda stellte die Waffen-SS als Elitetruppe mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit dar. Sie tat sich aber vor allem durch besondere HĂ€rte und Grausamkeit hervor, insbesondere gegen die Zivilbevölkerung. Mit der SS wurde die Waffen-SS im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 als verbrecherische Organisation verboten. In Österreich wurde darĂŒber hinaus ein Werbungs- und Propagandaverbot erlassen.

Ab 1951 organisierten sich bis zu 250.000 westdeutsche Veteranen der Waffen-SS in der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS (HIAG), um ihre Interessen zu vertreten. Neben der HIAG gilt in Österreich die „Kameradschaft IV“ (K IV) als Interessen- und Traditionsverband der Waffen-SS. Die Rolle der Waffen-SS wurde im Rahmen der Bitburg-Kontroverse (1985) und der von GĂŒnter Grass bekanntgegebenen Waffen-SS-Mitgliedschaft (2006) erneut diskutiert.

Wurzeln

Der Kern der Waffen-SS entstand aus drei verschiedenen Einheiten, der Leibstandarte SS Adolf Hitler, einer auf Adolf Hitler verpflichteten persönlichen Leibwache, der SS-VerfĂŒgungstruppe, die 1934 aus den „Politischen Bereitschaften“ der SS entstand, und den SS-Totenkopfstandarten, die fĂŒr die Bewachung der Konzentrationslager zustĂ€ndig waren.

Leibstandarte

Nur die Leibstandarte SS Adolf Hitler wurde auf direkten FĂŒhrerbefehl im MĂ€rz 1933 aufgestellt. Sie rekrutierte sich zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung ĂŒberwiegend aus ehemaligen SA-MĂ€nnern. Finanziert wurde die Truppe durch die preußische Landespolizei, auf deren Soldliste die Angehörigen der Leibstandarte standen. Die Einheit erhielt ihre militĂ€rische Grundausbildung vom 9. (Preußischen) Infanterie-Regiment, das als Eliteverband galt. Die anfangs sehr kleine Truppe, die in ihrer Zwitterstellung rechtlich und formal keine vergleichbaren VorlĂ€ufer hatte, erregte bei der Reichswehr, die fĂŒr sich das MilitĂ€rmonopol beanspruchte, zunĂ€chst keinen Argwohn.

Die erste maßgebliche innenpolitische Aufgabe war die Teilnahme an der Entmachtung der SA (Exekution der SA-FĂŒhrung unter dem Vorwand ein „Röhm-Putsch“ stĂŒnde bevor), gemeinsam mit Teilen der SS-WachverbĂ€nde, im Juni 1934. Danach wurde die SS selbstĂ€ndig.

VerfĂŒgungstruppe

Die SS-VerfĂŒgungstruppe wurde von Reichswehrminister Werner von Blomberg am 24. September 1934 genehmigt und aus den sogenannten „Politischen Bereitschaften“ – etwa 120 Mann starke, kasernierte Sonderkommandos, die jeweils den SS-Oberabschnitten regional und dezentral zugeordnet waren – aufgestellt. UrsprĂŒngliche Aufgabe der Bereitschaften war der „Schutz höherer SS- und NSDAP-FĂŒhrer“. Zusammen mit der SA wurden sie offiziell als Hilfspolizei im Straßendienst eingesetzt. Dabei nahmen sie an sogenannten wilden Verhaftungen politischer Gegner teil und betrieben auch eigene GefĂ€ngnisse. Trotz der RegierungsĂŒbernahme war die Machtstellung des NS-Regimes politisch noch nicht gefestigt und sollte durch bewaffnete Einheiten gestĂŒtzt werden. Die SS-VerfĂŒgungstruppe war trotz ihrer militĂ€rischen Ausrichtung zunĂ€chst primĂ€r als innenpolitische Eingreifreserve der Partei gedacht und nicht als klassischer militĂ€rischer Verband.

Die SS begann 1934 in Bad Tölz und 1935 in Braunschweig SS-Junkerschulen einzurichten, die als einheitlich militĂ€rische Ausbildungsinstitutionen fĂŒr den SS-FĂŒhrungsnachwuchs vorgesehen waren. Ihre Ausbildungsrichtlinien lehnten sich neben der ideologischen Indoktrination an die militĂ€rfachlichen Vorgaben der Kriegsschulen des Heeres an. Himmler, der ReichsfĂŒhrer SS und Chef der Deutschen Polizei, strebte eine Professionalisierung der VerfĂŒgungstruppen an, deren Mitglieder militĂ€rische Ausbildungen erhielten. Das Dienstgrad- und Besoldungssystem wurde an das des Heeres angeglichen. Die VerfĂŒgungstruppe wurde nun etatmĂ€ĂŸig an das Reichsministerium des Innern angegliedert. Mit der Inspektion der SS-VerfĂŒgungstruppe unter dem ehemaligen Generalleutnant der Reichswehr und spĂ€teren SS-Oberst-GruppenfĂŒhrer Paul Hausser schuf Himmler so etwas wie einen eigenen Generalstab. 1935 bestand die VerfĂŒgungstruppe aus der Leibstandarte mit 2.600 Mann und den SS-Standarten Deutschland und Germania mit 5.040 Mann.

Die Stabswache Berlin und die Sonderkommandos der SS hatten annĂ€hernd militĂ€rische Organisationsformen und wurden auch in der Regel von ehemaligen Reichswehr- oder Polizeioffizieren gefĂŒhrt. Trotzdem handelte es sich offiziell um keine militĂ€rischen Einheiten, wie ein Befehl des FĂŒhrers der SS-TotenkopfverbĂ€nde Theodor Eicke von 1936 verdeutlicht: „Wir tragen keine Waffen, um dem Heere Ă€hnlich zu sehen, sondern um sie zu gebrauchen, wenn FĂŒhrer und Bewegung in Gefahr sind“.cite-ref-10[10]

TotenkopfverbÀnde

Die SS-TotenkopfverbĂ€nde rekrutierten sich 1935 auch aus Teilen der anderen SS-Sonderkommandos, sofern sie zur Bewachung eines Konzentrationslagers eingesetzt wurden. Im August 1934 wurden alle SS-Einheiten der KZs Theodor Eicke unterstellt. Offiziell gehörten die als SS-WachverbĂ€nde bezeichneten KZ-Einheiten zur Allgemeinen SS, doch agierten sie innerhalb dieser autonom. Eicke wurde zum Inspekteur der Konzentrationslager (IKL) befördert und innerhalb dieser Dienststelle unmittelbar Himmler unterstellt. Als FĂŒhrer der SS-Totenkopfstandarten unterstand Eicke ab 1937 dem SS-Hauptamt. Somit wiesen die TotenkopfverbĂ€nde eine Zwitterstellung innerhalb der Gesamt-SS auf, die bis zum Kriegsende 1945 andauern sollte. Die reorganisierten WachverbĂ€nde hatten primĂ€r die Aufgabe, weiterhin den Wachdienst in den KZs auszuĂŒben. Sie nahmen aber auch an den Mord-EinsĂ€tzen der Einsatzgruppen in Polen und der Sowjetunion teil. Es gab einen umfangreichen Personalaustausch der TotenkopfverbĂ€nde mit den anderen SS-Einheiten.

Der militÀrische Ausbau zur Waffen-SS

Sowohl Ernst Röhm mit der SA als auch Himmler – ab 1929 ReichsfĂŒhrer SS – hatten militĂ€rpolitische Ambitionen. Himmler war entschlossen, aus seinen VerbĂ€nden nach und nach vollwertige militĂ€rische Einheiten zu formen, die auch ĂŒber schwere Waffen verfĂŒgen sollten.

Nach der Liquidierung Röhms versicherte Hitler, die Reichswehr bleibe der „einzige WaffentrĂ€ger der Nation“. Die Verantwortlichen der Reichswehr begrĂŒĂŸten die Entmachtung der SA als mögliche bewaffnete Konkurrenz und waren weiterhin bestrebt, ihr MilitĂ€rmonopol zu wahren. Sie unternahmen alles, um einen weiteren Ausbau des paramilitĂ€rischen Arms der SS zu vereiteln. Daraus entwickelte sich eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen SS und HeeresfĂŒhrung.

Nach der Blomberg-Fritsch-Krise 1938 ĂŒbernahm Hitler die Nachfolge von Reichswehrminister von Blomberg, entließ den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Werner von Fritsch und der Generalstabschef trat zurĂŒck. Damit stellte er alle Weichen fĂŒr eine Gleichschaltung des MilitĂ€rs (sogenannte militĂ€rische Machtergreifung), der einzigen Institution, welche die unumschrĂ€nkte Macht des NS-Regimes noch ernsthaft hĂ€tte gefĂ€hrden können; sie verlor in der Folge ihr militĂ€risches Monopol im Deutschen Reich.

Im FĂŒhrererlass vom August 1938 erlaubte er die Aufstellung von SS-Truppen mit eigener Artillerie und legte deren Frontverwendung im Mobilmachungsfall unter WehrmachtfĂŒhrung fest. Hitler hatte sich eine Truppe zu seiner ganz persönlichen VerfĂŒgung geschaffen, die sich durch „unbedingte Treue“ ihm gegenĂŒber auszeichnen sollte. Von diesen beiden Merkmalen wurde die weitere Entwicklung der SS und ihre rechtliche und tatsĂ€chliche Stellung im Dritten Reich bestimmt. Himmler hat diesen beiden Merkmalen der SS den „Elitegedanken“ hinzugefĂŒgt. Die SS sollte nicht nur im Einsatz fĂŒr Hitler politisch zuverlĂ€ssig sein, sondern zu einer rassischen und politischen FĂŒhrerschicht im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie gebildet werden.

Die Waffen-SS wurde schließlich ab Ende 1939 aus heterogenen Teilen aufgebaut. Binnen weniger Monate wurde sie auf dreieinhalb Divisionen erweitert: die VerfĂŒgungsdivision, die spĂ€ter in „Das Reich“ umbenannt wurde, die aus den TotenkopfverbĂ€nden hervorgegangene Totenkopfdivision mit zunĂ€chst 18.000 Mann und die aus KrĂ€ften der Ordnungspolizei gebildete Polizeidivision. Die Leibstandarte wurde zu einem verstĂ€rkten motorisierten Infanterieregiment ausgebaut.

Organisatorischer Aufbau Ende 1939

Der Begriff Waffen-SS wurde im Laufe des Novembers 1939 als Bezeichnung eines von der Wehrmacht geforderten zentralen ErgĂ€nzungsamtes fĂŒr Einstellungen in SS-Standarten und die Polizei eingefĂŒhrt („ErgĂ€nzungsamt der Waffen-SS“) und anfangs nur im ErgĂ€nzungsbereich verwendet – vor allem bei Inseraten im ersten Halbjahr 1940, die flĂ€chendeckend ĂŒber regionale Termine von Annahmeuntersuchungen fĂŒr Waffen-SS und Polizei informierten. Auch im Sprachgebrauch der SS-Administration wurde der Begriff erst im Laufe des Jahres 1940 gelĂ€ufig und konnte sich als Oberbegriff von VerfĂŒgungstruppe und TotenkopfverbĂ€nde durchsetzen. Ende 1940 wurde zudem eine große Werbekampagne in den Printmedien und im Rundfunk gestartet, um die Bezeichnung „Waffen-SS“ auch allgemein einzufĂŒhren und bekannt zu machen.

Das frĂŒheste bekannte Dokument, das den Begriff Waffen-SS verwendet, ist ein SS-Befehl vom 7. November 1939, in dem Angehörige der Allgemeinen SS darauf hingewiesen wurden, dass sie bei Meldung ReservefĂŒhrer in der Waffen-SS und der Polizei werden könnten. Waffen-SS war zuerst der Oberbegriff fĂŒr die „bewaffneten Einheiten der SS und Polizei“cite-ref-11[11] und bezog sich auf die Kompetenzbereiche des neu zu schaffenden und von der Wehrmacht mit Wirkung zum 1. Dezember 1939 autorisierten ErgĂ€nzungsamts der Waffen-SS, das in jedem Wehrkreis mit einer SS-ErgĂ€nzungsstelle vertreten und zur Beantragung von UK-Stellungen fĂŒr die SS-Truppen und die Schutzpolizei befugt war. Nach Verhandlungen mit dem ErgĂ€nzungsamt der Waffen-SScite-ref-12[12] erkannte die Wehrmacht Anfang MĂ€rz 1940 die SS-VerfĂŒgungsdivision und die SS-Totenkopfdivision als kĂ€mpfende Einheiten und damit als Parallelarmeecite-ref-13[13] an, demnach zĂ€hlten folgende VerbĂ€nde, Dienststellen und Ämter zur Waffen-SS:

6. ErgÀnzungsamt der Waffen-SS (SS-Erg.Amt)
7. Waffen- und GerÀteamt der Waffen-SS (SS W. u. G.Amt)
8. Personalamt der Waffen-SS (SS-Pers.Amt)
9. Amt Reichsverteidigung der Waffen-SS (Amt RV)
10. FĂŒrsorge- und Versorgungsamt der Waffen-SS (SS-F. u. V.Amt)
11. SanitÀtsamt der Waffen-SS (SS-San.Amt)
12. Verwaltungsamt der Waffen-SS (SS-V.Amt)
13. SS-Gericht

Die SS-Totenkopfstandarten wurden im MĂ€rz 1940 von der Wehrmacht nicht als Teil der kĂ€mpfenden Einheiten akzeptiert, ihr Status blieb offen. Die Polizei-Division wurde als Waffen-SS-Einheit anerkannt, blieb aber bis 1942 organisatorisch bei der Ordnungspolizei und wurde erst im Laufe des Jahres 1942 zumindest teilweise in die SS-Administration ĂŒbernommen. Hitler ĂŒberließ Himmler die Entscheidung, wie die SS intern gegliedert werden solle; insgesamt wurden 179 Dienststellen der Allgemeinen SS der Waffen-SS zugefĂŒhrt.

Hitler begrĂŒndete 1940 die Notwendigkeit der Waffen-SS:

„Das Großdeutsche Reich in seiner endgĂŒltigen Gestalt wird mit seinen Grenzen nicht ausschließlich Volkskörper umspannen, die von vornherein dem Reich wohlwollend gegenĂŒber stehen. Über den Kern des Reiches hinaus ist es daher notwendig, eine Staatstruppenpolizei zu schaffen, die in jeder Situation befĂ€higt ist, die AutoritĂ€t des Reiches im Innern zu vertreten und durchzusetzen.“

Der Historiker Bernd Wegner bemerkte zur Umbenennung in „Waffen-SS“:

„Der ungewöhnlich anmutende Vorgang einer ‚schleichenden‘ Neubenennung stellt sich, rĂŒckblickend betrachtet, als ein Ă€ußerst geschickter, freilich eher psychologisch als machtpolitisch wirksamer Schachzug einer gleichermaßen auf Expansion wie Integration zielenden Politik dar. Denn die EinfĂŒhrung des Sammelnamens ‚Waffen-SS‘ signalisierte ebenso den Willen zu einer möglichst wehrmachtunabhĂ€ngigen SS-Armee wie den Anspruch auf Gleichwertigkeit aller SS-Truppenteile untereinander – nahm also die bislang vom Heer abgelehnte militĂ€rdienstliche Gleichbehandlung von VerfĂŒgungstruppen, TotenkopfverbĂ€nden und Junkerschulen begrifflich schon vorweg. Aber nicht nur das: Zu einem Zeitpunkt, als die SS 3œ Divisionen fast gleichzeitig aufgestellt hatte, wurde deren gemeinsamer Name auch zu einer Chiffre fĂŒr das von Himmler gewĂŒnschte, ihm aber noch nicht zugebilligte SS-Generalkommando.“

–

Bernd Wegner

:

Hitlers Politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945.

4. Auflage. Paderborn 1990.

Die Waffen-SS umfasste schließlich alle Einheiten der Schutzstaffel, die dem FĂŒhrungshauptamt und innerhalb dieses Amtes dem Kommandoamt der Waffen-SS unterstellt waren. Dazu zĂ€hlten sowohl die SS-Divisionen (operativ dem Heer unterstellt) als auch die SS-Totenkopf-Wachsturmbanne, die organisatorisch ab 1940/41 dem Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS zugeordnet waren, das fĂŒr die Konzentrations- und Vernichtungslager zustĂ€ndig war. Truppendienstlich jedoch unterstanden diese Totenkopfeinheiten weiterhin dem Kommandoamt der Waffen-SS. Die „SS-Totenkopfstandarten“ waren keine VerbĂ€nde der Waffen-SS fĂŒr den Fronteinsatz. Zwischen den KZ-Wachmannschaften und der SS-Division Totenkopf gab es jedoch einen regen Personalaustausch, so wurden von den rund 60.000 Angehörigen der Wachmannschaften ca. 20.000 mit Fronteinheiten ausgetauscht.cite-ref-14[14]

MilitÀrische Kompetenz und erste KriegseinsÀtze

Nach der Mobilmachung wurden SS-VerfĂŒgungstruppe und einzelne SS-Standarten dem Oberkommando des Heeres unterstellt, kĂ€mpften aber wĂ€hrend des Angriffes auf Polen weder alle an der Front noch als eigenstĂ€ndige GroßverbĂ€nde. So wurden die Regimenter einschließlich des selbstĂ€ndigen Regiments der Leibstandarte auf verschiedene HeeresverbĂ€nde verteilt. Die Totenkopfstandarten Oberbayern, ThĂŒringen und Brandenburg wurden nicht an der Front eingesetzt, sondern im Hinterland zu sogenannten Befriedungs- und SĂ€uberungsaktionen (siehe auch Verbrechen der Wehrmacht in Polen), ebenso wie Teile der SS-Polizeidivision, die aber auch andere Sicherungs- und Ordnungsaufgaben im gesamten besetzten Gebiet wahrnahm. Nach der Einrichtung des Generalgouvernements am 26. Oktober 1939 wurden Teile der TotenkopfverbĂ€nde und der Polizeidivision dieser NS-Zivilverwaltung unterstellt.

Die Leibstandarte fiel durch GrĂ€uel- und Gewalttaten auf, so wurden beispielsweise polnische Ortschaften in Brand gesetzt, was von ĂŒbergeordneten Wehrmacht-Kommandeuren verurteilt wurde. Auch der militĂ€rische Wert der an der Front eingesetzten SS-Einheiten wurde von der Wehrmacht eher kritisch bewertet. Trotz der durch die Junkerschulen und den Einfluss von Paul Hausser zu diesem Zeitpunkt einigermaßen gut ausgebildeten Offiziere fehlte es vor allen Dingen an militĂ€risch qualifizierten Unteroffizieren. Das fĂŒhrte dazu, dass manche SS-VerbĂ€nde bei Offiziersverlusten im Gefecht die Ordnung verloren, was sie (zusĂ€tzlich zu den ohnehin vorhandenen Vorbehalten) in den Augen der Wehrmacht als militĂ€risch eher unzuverlĂ€ssige Einheiten erscheinen ließ.

Bei Beginn des Westfeldzuges verfĂŒgte die SS bereits ĂŒber 56.000 Mann ohne die TotenkopfverbĂ€nde, was aber noch immer ein verschwindend geringer Anteil an der GesamtstĂ€rke der deutschen Truppen darstellte. Hitler ordnete 1939/40 an, dass die fĂŒr die Teilnahme am Westfeldzug vorgesehenen SS-VerbĂ€nde vollstĂ€ndig motorisiert sein sollten (Fahrzeuge fĂŒr den Truppen- und Materialtransport sowie fĂŒr die Artillerie), was in diesem Fall durchaus als Bevorzugung anzusehen war, da 1939 gerade einmal 16 der 157 Divisionen des Heeres motorisiert waren. Da die RĂŒstungsbetriebe aber bereits Schwierigkeiten hatten, genĂŒgend Lastwagen und SchĂŒtzenpanzer zur Deckung des Bedarfs der Wehrmacht zu produzieren, monierte das SS-Hauptamt Anfang 1940 die ungenĂŒgenden Zuteilungszahlen. Ähnliche Probleme gab es hinsichtlich der schweren Waffen, hier monierte die SS noch im Februar/MĂ€rz (1940), dass mindestens eine SS-Einheit ĂŒber gar keine schweren Waffen (Artillerie, Mörser, PaKs, schw. Maschinengewehre) und ĂŒber eine zu geringe Anzahl von Karabinern verfĂŒgte. Eine kurzfristige Lösung wurde am Heereswaffenamt vorbei – da die Wehrmacht hier nicht allzu kooperativ war – durch das Akquirieren von tschechischen Fahrzeugen, Karabinern und Maschinengewehren gefunden.

In den BeneluxlĂ€ndern und Frankreich offenbarten sich dann deutliche MĂ€ngel in der GefechtsfĂŒhrung, was aber nicht durch ĂŒberdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und Motivation kompensiert werden konnte, sondern die Verluste durch ĂŒbereiltes und unplanmĂ€ĂŸiges Vorgehen noch zusĂ€tzlich erhöhte. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Wehrmacht- und SS-Befehlshabern, was Taktik und OperationsfĂŒhrung anging. Bei einem Streit zwischen General Erich Hoepner und Theodor Eicke, der als Divisionskommandeur ĂŒber keinerlei militĂ€rische Ausbildung verfĂŒgte, kam es zum Eklat, als Eicke aufgrund seiner Äußerung „Verluste spielen keine Rolle“ von Hoepner als „SchlĂ€chter“ bezeichnet wurde. Auch zeigten sich durch den schnellen Ausbau und die erlittenen Verluste an erfahrenen FĂŒhrern erstmals MĂ€ngel hinsichtlich der QualitĂ€t der Offiziersausbildung.

Hitler zeigte sich dennoch nach der Niederlage Frankreichs zufrieden mit den „Leistungen“ der SS und hob sie anlĂ€sslich seiner Rede zur Siegesparade 1940 in Berlin lobend hervor. Der Begriff Waffen-SS fand nach dem Sieg ĂŒber Frankreich erstmals auch offiziell Verwendung. Auch bedingt durch eine höhere Zuteilungsquote an neu entwickelten Panzern, steigerte sich ab etwa 1942 die militĂ€rische Effizienz vieler Divisionen der Waffen-SS, wie beispielsweise bei dem Unternehmen Zitadelle oder der Schlacht bei Charkow (1943) ersichtlich.

Personalentwicklung der Waffen-SS

Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick zur Entwicklung der tatsĂ€chlich vorhandenen PersonalstĂ€rke der VerbĂ€nde der Waffen-SS im Zeitraum von 1937 bis zur Jahresmitte 1944.cite-ref-15[15]

| | Waffen-SS | davon Feldtruppe |
|---|---|---|
| 31.12.1937 | 0 16.902 | |
| 31.12.1938 | 0 22.718 | |
| 01.05.1940 | 0 90.638 | |
| 01.09.1942 | 236.099 | 141.975 |
| 31.12.1943 | 501.049 | 257.472 |
| 30.06.1944 | 594.443 | 368.654 |

Selbst- und Fremdwahrnehmung, Motivation

Die Waffen-SS stilisierte sich nicht nur selbst zu einer Truppe, deren Angehörige als hart und mĂ€nnlich, verwegen und tapfer sowie unerschĂŒtterlich treu und aufopferungsvoll bis in den Tod galten, sondern sie hatte auch den Ruf, im Krieg besonders draufgĂ€ngerisch, vor allem aber rĂŒcksichtslos und brutal gegenĂŒber Gefangenen und der Zivilbevölkerung zu sein.

Die Propagandakompanien der Waffen-SS sorgten fĂŒr eine weit ĂŒberproportionale Berichterstattung in den Medien. Obwohl die Waffen-SS 1943 nur fĂŒnf Divisionen von 120 deutschen Divisionen an der Ostfront stellte, handelten ĂŒber 40 % der Zeitungsberichte im Deutschen Reich 1943 ĂŒber die Ostfront vom Einsatz dieser fĂŒnf VerbĂ€nde.cite-ref-16[16]

Die amerikanische Military Intelligence, die den Auftrag der FeindaufklĂ€rung hatte, versuchte wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs, durch Befragung von Kriegsgefangenen Aufschluss darĂŒber zu erhalten, was den inneren Zusammenhalt der deutschen StreitkrĂ€fte ausmachte. Sie fanden ihre Annahme vielfach bestĂ€tigt, dass ein harter Kern von Nationalsozialisten die militĂ€rischen Einheiten ideologisch und militĂ€risch zusammenhielt. Die GrĂ¶ĂŸe des harten Kerns lag bei zehn bis fĂŒnfzehn Prozent. FallschirmjĂ€ger- und Waffen-SS-Divisionen hĂ€tten jedoch einen weit höheren Anteil ĂŒberzeugter Nationalsozialisten gehabt, oft die gesamte befragte Gruppe.cite-ref-17[17]

Kriegsverbrechen und Beteiligung am Holocaust im Osten

Von nahezu allen Einheiten der Waffen-SS, nicht nur ihren Freiwilligen- und Waffen-Divisionen, wurden in so gut wie allen vom Deutschen Reich ĂŒberfallenen und besetzten LĂ€ndern Kriegsverbrechen unterschiedlichen Ausmaßes begangen, vor allem gegen die Zivilbevölkerung. WĂ€hrend solche in den westeuropĂ€ischen LĂ€ndern allerdings eher vereinzelte Ereignisse blieben, wenngleich – wie die unten folgende Auflistung zeigt – nicht selten mit hunderten Toten an einem Schauplatz, nahmen sie in den osteuropĂ€ischen Staaten, vor allem aber ab 1941 in der Sowjetunion, Ausmaße an, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellten.

Diese enthemmte Tötungsbereitschaft lĂ€sst sich keinesfalls nur, wie meist zu lesen ist, auf die ideologische Ausrichtung der FĂŒhrungsspitze und der verantwortlichen TruppenfĂŒhrer reduzieren. Vielmehr belegen zahlreiche Studien, dass auch SS-Mitglieder niedrigeren militĂ€rischen Ranges hĂ€ufig bereit waren, die radikalen Vorgaben und Befehle ihrer FĂŒhrer nicht nur zu befolgen und zu erfĂŒllen, sondern sie sogar noch durch entsprechende Eigeninitiativen zu ĂŒbertreffen. So zeigte beispielsweise eine Studie ĂŒber das Vorgehen der dem Kommandostab ReichsfĂŒhrer SS unterstellten drei Brigaden der Waffen-SS (1. und 2. SS-Brigade, SS-Kavalleriebrigade), die mit Beginn des Krieges gegen die UdSSR ausschließlich in den rĂŒckwĂ€rtigen Heeresgebieten zum Einsatz kamen, dass gerade diese VerbĂ€nde in besonderem Maße zur Radikalisierung jener Entwicklung beitrugen, die schließlich noch im Sommer 1941 zur unterschiedslosen Tötung aller jĂŒdischen MĂ€nner, Frauen und Kinder in den von den Deutschen besetzten Gebieten der Sowjetunion fĂŒhrte. Allein in den ersten sechs Monaten des Ostkrieges ermordeten die SS-Kavalleriebrigade und die 1. SS-Brigade nicht weniger als 57.000 jĂŒdische MĂ€nner, Frauen und Kinder. Der ĂŒberwiegende Teil davon entfiel auf die von Hermann Fegelein gefĂŒhrte SS-Kavalleriebrigade mit rund 40.000 Getöteten.cite-ref-18[18]

DarĂŒber hinaus wurde auch zwischen den Feldeinheiten der SS-Divisionen und den SS-Einsatzgruppen, die hinter der Front in großem Maßstab Massaker an Juden begingen, sowie den ebenfalls zur Waffen-SS zĂ€hlenden Wachmannschaften der Konzentrationslager Personal ausgetauscht. Beim Massaker von Babyn Jar vor Kiew ermordeten Einsatzgruppen der Waffen-SS und der SS nach dem Einmarsch in Kiew am 29./30. September 1941 etwa 33.000 Menschen.

Massaker auf weiteren KriegsschauplÀtzen

‱ WĂ€hrend des Westfeldzuges eroberte das motorisierte SS-Infanterieregiment „Leibstandarte SS Adolf Hitler“ im Mai 1940 die Ortschaft Wormhout in Nordfrankreich. Mindestens 45 gefangene britische Soldaten wurden von Angehörigen der „Leibstandarte“ erschossen (→ Massaker von Wormhout)
‱ Am 27. Mai 1940 erschossen Einheiten der SS-Totenkopf-Division 99 britische Kriegsgefangene (→ Massaker von Le Paradis).
‱ Einen Tag nach der Landung der Alliierten in der Normandie, am 7. Juni 1944, erschossen Soldaten der SS-Panzer-Division „Hitler-Jugend“ etwa hundert kanadische Kriegsgefangene und fuhren mit Panzern ĂŒber deren Leichen.
‱ Beim Massaker von Oradour am 10. Juni 1944 erschoss eine Kompanie der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ 642 Einwohner, darunter auch 245 Frauen und 207 Kinder, oder verbrannte sie in ihren HĂ€usern bei lebendigem Leibe.
‱ Beim Malmedy-Massaker am 17. Dezember 1944 erschossen Soldaten der Waffen-SS bei Malmedy etwa 70 US-Soldaten, die sich bereits ergeben hatten.
‱ Massaker von MaillĂ© am 25. August 1944: im westfranzösischen 500-Einwohner-Dorf MaillĂ© ermordete ein Bataillon der Waffen-SS, das im nahe gelegenen Chatellerault stationiert war, aus Rache fĂŒr AktivitĂ€ten der RĂ©sistance 124 Menschen, unter ihnen 44 Kinder.cite-ref-19[19]
‱ Massaker von Rechnitz an 200 jĂŒdischen Zwangsarbeitern, 24. MĂ€rz 1945.
‱ Am 20. April 2004 begann in La Spezia, Italien, der Prozess gegen die Waffen-SS-Offiziere Gerhard Sommer, Ludwig Sonntag und Alfred Schöneberg wegen eines Massakers am 12. August 1944 in Sant’Anna di Stazzema bei Lucca in der Toskana, bei dem 560 Zivilisten ermordet wurden, darunter 142 Kinder. Im Juni 2005 wurden Sommer und neun Soldaten seiner Einheit in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt mit dem Ziel einer Anklage in Deutschland.
‱ Am 8. Juli 2004 begann in La Spezia, Italien, der Prozess gegen Waffen-SS-Offizier Hermann Langer wegen eines Massakers im toskanischen Kloster Farneta bei Lucca am 2. September 1944, bei dem 60 Zivilisten ermordet wurden. Er wurde jedoch am 10. Dezember 2004 in Abwesenheit aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

KĂ€mpfer der Waffen-SS haben in den letzten Kriegstagen eine Vielzahl von deutschen Soldaten und Zivilisten wegen „Wehrkraftzersetzung“ oder Desertion hingerichtet.

1942 wurde mit Mitteln der Waffen-SS unter dem Dach der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e. V. das Institut fĂŒr wehrwissenschaftliche Forschung gegrĂŒndet. Dieses Institut fĂŒhrte unter anderem tödliche Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern an HĂ€ftlingen durch. 20 der ĂŒber 3000 KZ-Ärzte und drei weitere Verantwortliche wurden nach dem Krieg im NĂŒrnberger Ärzteprozess zur Rechenschaft gezogen. Einige beteiligte Wissenschaftler waren Mitglieder der Waffen-SS.

Siehe auch

: Kriegsverbrechen der Waffen-SS (Kategorie)

BlutgruppentÀtowierung

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Hauptartikel

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BlutgruppentÀtowierung

Ein wichtiges Kennzeichen war die TÀtowierung der Blutgruppe, die in der Regel jeder Angehörige der Waffen-SS auf der Innenseite des linken Oberarms trug. Dieser Umstand erleichterte den Alliierten wÀhrend und nach dem Krieg die Zuordnung angeblicher Wehrmachtsangehöriger und Zivilisten zur Waffen-SS. Oft versuchten Angehörige der Waffen-SS, sich vor der Gefangennahme durch andere Uniformen und Kleidung zu tarnen.

Verluste

In der Literatur wurde schon zu Kriegszeiten der falsche Mythos vom „Opfergang der Waffen-SS“ gepflegt. Dabei lag im Ostkrieg, wo die Waffen-SS ihre schwersten Verluste erlitt, die Quote der tödlichen Verluste (rund 37 Prozent) weit niedriger als die Verlustquote der Wehrmacht (60 Prozent).cite-ref-overmans414ff-20-0[20] Eine vor Jahren vorgenommene Berechnung, die auf Angaben der Wehrmachtauskunftstelle beruhte, gelangte zu dem Ergebnis, dass die Kriegstotenzahl der Waffen-SS der des Heeres exakt entsprach. Dies schließt unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe Verluste einzelner Einheiten oder VerbĂ€nde nicht aus. Overmanscite-ref-overmans414ff-20-1[20] belegt die Ă€hnlichen Verlustraten von Waffen-SS-VerbĂ€nden und entsprechend gegliederten Heeres-Divisionen im selben Zeitraum und am gleichen Ort und stellt fest, „dass die Verluste der Waffen-SS insgesamt nicht signifikant höher gewesen sind als diejenigen des Heeres“.

In den ersten Kriegsjahren fehlten in den GroßverbĂ€nden der Waffen-SS ausgebildete Generalstabsoffiziere, so dass oft ohne ausreichende Beurteilung der Lage und ohne RĂŒcksicht auf Verluste angegriffen wurde. Zudem bestand nicht nur der Ehrgeiz, von der skeptischen WehrmachtfĂŒhrung als gleichwertige Kampftruppe anerkannt zu werden, sondern auch der, den eigenen Elite-Anspruch zu bestĂ€tigen.

Der Kriegsverlauf und die vielen neuaufgestellten VerbĂ€nde minderten den Kampfwert stetig. Zwar gab es mehr gut ausgebildete Stabsoffiziere und die FĂŒhrung war taktisch besser und umsichtiger als zu Kriegsbeginn. Aber die Aufgabe der Freiwilligkeit, die Lockerung der Aufnahmekriterien und schließlich das legalisierte Einziehen neuer Rekruten senkten die Kampfmoral der Mannschaften und der UnterfĂŒhrer nachhaltig.

Das in der MilitĂ€rausbildung geltende Prinzip der „FĂŒhrung von vorne“ ließ die Verluste an Offizieren hochschnellen. HĂ€ufig wurde versucht, fehlende Erfahrung mit TollkĂŒhnheit und Todesverachtung auszugleichen. Im Laufe des Krieges ging mit den hohen Verlusten an FĂŒhrern auch eine Straffung der Offiziersausbildung einher, was sich wiederum negativ auf die TruppenfĂŒhrung auf Zug- und Kompanieebene auswirkte. Zudem betrieb Himmler einen regen FĂŒhreraustausch zwischen Fronttruppe, SS-Ämtern, Ausbildungseinheiten und Konzentrationslagern. So kam es vor, dass gegen Kriegsende SS-Offiziere aus aufgelösten KZs in die Fronttruppe versetzt wurden (nachdem schon frĂŒher der Einsatz der KZ-Wachmannschaften wegen schlechter Kampfleistungen eingestellt worden war) und aufgrund der fehlenden Kampferfahrung als taktische FĂŒhrer vollkommen versagten.

Organisation

WĂ€hrend Hausser die „alte Schule“ der Preußen-MilitĂ€rs in die SS-VerfĂŒgungstruppe ĂŒbernehmen wollte, hatte Steiner sich nach Kriegserfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg fĂŒr das damals revolutionĂ€re Konzept der KampffĂŒhrung von kleinen Gruppen aus entschieden (vgl. Stoßtrupp). In eine Ă€hnliche Richtung wie Hausser dachte auch Cassius Freiherr von Montigny, der im April 1938 zu Steiner stieß. Von Montigny war ab SpĂ€tsommer 1939 organisatorisch den SS-TotenkopfverbĂ€nden zugeordnet worden.

Im Laufe des Krieges wurde sie propagandistisch als militĂ€rische Elitetruppe des ReichsfĂŒhrers SS Himmler neben den regulĂ€ren TeilstreitkrĂ€ften der Wehrmacht stilisiert und mit einem „Nimbus der Unschlagbarkeit“ umgeben.

Die Divisionen der Waffen-SS Ă€hnelten organisatorisch denen der Wehrmacht, besaßen jedoch einige Unterschiede und waren sehr oft von grĂ¶ĂŸerer Personal- und AusrĂŒstungsstĂ€rke und entsprechend wesentlich grĂ¶ĂŸerer Schlagkraft als vergleichbare HeeresverbĂ€nde.

SS-Infanterie-Divisionen
Diese enthielten im Gegensatz zur Wehrmacht zusÀtzlich ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
SS-Gebirgs-Divisionen
Die Gebirgstruppen der Waffen-SS enthielten in einer Division auch eine Panzer- oder SturmgeschĂŒtz-Kompanie, ebenso ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
SS-Panzergrenadier-Divisionen
Obwohl sich die Gliederung dieser Einheiten motorisierter Infanterie, an denen der Wehrmacht orientierte, waren sie mit 15 anstatt 14 Kompanien und einem Maschinengewehr-, Flak- und Nachschub-Bataillon wesentlich stÀrker als vergleichbare HeeresverbÀnde. Im Vorfeld des Unternehmens Zitadelle wurden die drei SS-Panzergrenadier-Divisionen bevorzugt mit neuen Panzern ausgestattet, so dass sie tatsÀchlich mehr Panzer hatten als die Panzer-Divisionen des Heeres.
Diese hatten im Vergleich zur Wehrmacht 15 anstatt zehn Panzergrenadier-Kompanien; die Panzer-Regimenter waren grĂ¶ĂŸer und beinhalteten zusĂ€tzlich ein Pionier-Bataillon, zwei BrĂŒckenleger-Kompanien, Flak-Bataillon, Nachschub-Bataillon und ein Mörser-Bataillon. SpĂ€ter – um 1944 – auch oft zusĂ€tzlich ein Werfer-Bataillon (vorwiegend mit dem Raketenwerfer-Typ „Nebelwerfer“ ausgerĂŒstet, gezogen oder auf Halbkettenfahrzeugen montiert). Die innerhalb der Panzer-Divisionen selbstĂ€ndigen „schweren Panzer-Abteilungen“ der Waffen-SS hatten angesichts ihrer Organisation und der Ausstattung mit den berĂŒhmten Panzern Tiger und Königstiger die schlagkrĂ€ftigsten Panzereinheiten des Krieges.
SS-Kavallerie-Divisionen
Bestand aus zwei motorisierten Kavallerie-Brigaden mit einer kleineren Artillerie-Einheit und einer Panzer-Bergungs- und Reparatureinheit. Daneben gab es die ĂŒblichen UnterstĂŒtzungsbataillone und wiederum ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
Luftlandetruppe der Waffen-SS. Am hÀufigsten zu Geheimoperationen herangezogen.
SS-SonderverbÀnde/SS-JagdverbÀnde
Diese Einheiten dienten AufklÀrungs-, Sabotage- und Geheimaktionen. Sie wurden im Oktober 1944 aus den ehemaligen SS-JÀger-Bataillonen und Einheiten der Division Brandenburg der Wehrmacht gebildet. Oft waren auch Truppenteile des SS-FallschirmjÀger-Bataillon 500 enthalten.

Die entscheidenden Unterschiede zu den Divisionen der Wehrmacht:

‱ Jede Feld-Division der Waffen-SS hatte ihre eigenen Flak- und Nachschub-Bataillone.
‱ Jede Gebirgs-Division hatte entweder eine Panzer- oder SturmgeschĂŒtz-Einheit.
‱ Jede Panzer-Division hatte ihre eigene Werfer-Einheit.
‱ Alle Divisionen hatten mehr Infanterietruppen.

Divisionen der Waffen-SS

Folgende Divisionen der Waffen-SS wurden bis Mai 1945 aufgestellt, die ab dem 22. Oktober 1943 durchnummeriert wurden. Durch die Auflösung oder Vernichtung von Divisionen wurde die entsprechende Nummer fĂŒr eine neu aufgestellte Division wieder verwendet:

‱ 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1), spĂ€ter (ukrainische Nr. 1)
‱ 26. Waffen-Grenadier-Division der SS (ungarische Nr. 2), auch unter den Ehrennamen Gömbös oder Hungaria bekannt
‱ 29. Waffen-Grenadier-Division der SS „Italia“ (italienische Nr. 1) (auch „Legione SS Italiana“ genannt)
‱ 30. Waffen-Grenadier-Division der SS (russische Nr. 2) (frĂŒhzeitig wieder aufgelöst)
‱ 31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division (wird oft auch mit dem quellenmĂ€ĂŸig nicht belegten Ehrennamen „Böhmen und MĂ€hren“ gefĂŒhrt)

Insgesamt wurden 38 Divisionsnummern vergeben. Dies bedeutet aber nicht, dass die Waffen-SS zu irgendeinem Zeitpunkt ĂŒber 38 Divisionen verfĂŒgte oder diese Divisionen voll einsatzbereit waren und im aktiven Kampf eingesetzt werden konnten.

Insbesondere die VerbĂ€nde ab der Nummer 21 waren aufgrund ihrer Aufstellung ĂŒberwiegend im letzten Kriegsjahr lediglich dem Namen nach Divisionen und konnten meist ihre Aufstellung nicht abschließen, bevor sie bereits wieder aufgelöst wurden, um andere VerbĂ€nde zu verstĂ€rken, oder im Kampf vernichtet wurden. Auch unterschied sich der Kampfwert der Divisionen, so der Historiker George H. Stein, nach dem Anteil der Volks- und Nichtdeutschen. Nach Burkhart MĂŒller-Hillebrandt waren außerdem nie mehr als 22 Divisionen der Waffen-SS im Einsatz.

Anhand der vergebenen Divisionsnummern und Namen lÀsst sich folgendes identifizieren:

‱ 7 Panzer-Divisionen
‱ 7 Panzergrenadier-Divisionen
‱ 4 Kavallerie-Divisionen
‱ 6 Gebirgs- und Waffen-Gebirgs-Divisionen
‱ 5 Grenadier-Divisionen und
‱ 12 Waffen-Grenadier-Divisionen

Es wurden noch sieben Divisionen zur Aufstellung vorgesehen und die Namen dafĂŒr zugeteilt, jedoch konnten diese Einheiten aufgrund mangelnder AusrĂŒstung und der sich ĂŒberschlagenden Ereignisse – das heißt der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht Anfang Mai 1945 – letztlich nicht mehr aufgestellt werden:

‱ 39. SS-Gebirgs-Division „Andreas Hofer“
‱ 40. SS-Freiwilligen-Panzer-Division „Feldherrnhalle“ (ex Pz.-Gr.-Div. FHH und ex 13. Pz.-Div. der Wehrmacht)
‱ 41. Waffen-Grenadier-Division der SS „Kalewala“ (Der Name war 1943 schon einmal fĂŒr ein deutsch-finnisches Panzergrenadierregiment in der 5. SS-Division „Wiking“ vorgesehen gewesen, das dann aber wegen politischer RĂŒcksichtnahme nicht aufgestellt wurde.)
‱ 42. SS-Division „Niedersachsen“
‱ 43. SS-Division „Reichsmarschall“
‱ 44. SS-Division „Wallenstein“ (Die Division kĂ€mpfte angeblich gegen Kriegsende in Prag.)
‱ 45. SS-Division „WarĂ€ger“ (Dieser Name wurde bereits fĂŒr die 11. SS-Division „Nordland“ wĂ€hrend ihrer Aufstellung in Betracht gezogen.)

Unterscheidungen zwischen SS- und Waffen-SS-Divisionen

Die „Waffen-Grenadier-Divisionen“ und „Waffen-Gebirgs-Divisionen“ bestanden hauptsĂ€chlich aus auslĂ€ndischen Freiwilligen. Diese VerbĂ€nde, die vorwiegend aus Nichtdeutschen bestanden, wurden ab 1943 zum Teil aus den so genannten „Legionen“ gebildet, deren Angehörige (hĂ€ufig in ihren HeimatlĂ€ndern) oft als LegionĂ€re oder SS-LegionĂ€re bezeichnet wurden.

Die „Freiwilligen“-Divisionen bestanden ĂŒberwiegend aus Volksdeutschen, die oft alles andere als freiwillig in der Waffen-SS dienten. Dementsprechend wurde ihr Kampfwert als gering angesehen. DarĂŒber hinaus erreichten die meisten der ab 1944 aufgestellten Divisionen (ab der 18.) niemals ihre SollstĂ€rke und kĂ€mpften – wenn ĂŒberhaupt – als Kampfgruppen im Rahmen grĂ¶ĂŸerer VerbĂ€nde. Auch wurden, vor allem im FrĂŒhjahr 1945, SS-Divisionen verstĂ€rkt mit VerbĂ€nden der Wehrmacht aufgefĂŒllt, wie etwa im Fall der 36. Waffen-Grenadier-Division der SS.

Zahlreiche Divisionen wurden vorzeitig aufgelöst oder im Kampf zerschlagen. Ihre Nummern wurden an neugebildete Divisionen neu vergeben. Die 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“ (kroatische Nr. 2) wurde aus Personalmangel vorzeitig aufgelöst. Die 29. Waffen-Grenadier-Division der SS „RONA“ (russische Nr. 1) unter Waffen-BrigadefĂŒhrer Bronislaw Kaminski, die aus der berĂŒchtigten Kaminski-Brigade hervorgegangen war, wurde im November 1944 wegen entsetzlicher Verbrechen, barbarischen Verhaltens und wilder PlĂŒnderungen bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands aufgelöst. Diese Division bestand nur wenige Monate, wobei nicht alle ihre Elemente zur Niederschlagung des Warschauer Aufstands entsandt wurden. Die 30. Waffen-Grenadier-Division wurde wegen UnzuverlĂ€ssigkeit des Personals frĂŒh wieder aufgelöst und unter der neuen 30. Waffen-Grenadier-Division (weißruthenische Nr. 1) sowie der Wlassow-Armee aufgeteilt.

Am 12. Februar 1945 wurden beim Fall von Budapest drei SS-Divisionen (8., 22, und 33.) zerschlagen. Einige Divisionen – unter anderem auch die Leibstandarte, Das Reich, Totenkopf und Hitler-Jugend – wurden, zum Teil mehrmals, fast vollstĂ€ndig zerschlagen, bevor sie aus Ersatzeinheiten neu aufgestellt wurden.

Die meisten der im FrĂŒhjahr 1945 aufgestellten Divisionen wurden nicht als geschlossene VerbĂ€nde eingesetzt, sondern waren zusammengewĂŒrfelte Haufen aus Teilen aktiver Divisionen, rĂŒckwĂ€rtigen Diensten der Waffen-SS, ehemaligen Marineangehörigen und hastig aufgestellten „Freiwilligen“-Formationen.

AuslÀndische Freiwillige

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Hauptartikel

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AuslÀndische Freiwillige der Waffen-SS

Im europĂ€ischen Ausland fĂŒhrte die Beteiligung von AuslĂ€ndern an der Waffen-SS beispielsweise in Jugoslawien, den Niederlanden und Frankreich auch lange nach 1945 zu politischen Auseinandersetzungen. Sie stellt unter anderem eine bleibende Belastung der Beziehungen der baltischen Staaten zu Russland dar.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]

Sonderformationen

Neben den an der Front eingesetzten Einheiten und VerbĂ€nden gab es auch noch einige kleinere, die der Waffen-SS unterstellt waren, jedoch spezielle Aufgaben erfĂŒllten und nur bedingt oder gar nicht zum Kampfeinsatz kamen:

‱ SS-Bahnschutz (Bahnpolizei-Einheiten zum Schutz von Reichsbahn und allen Bahnanlagen)
‱ SS-Begleitkommando (Hitlers persönliches Begleit-Bataillon)
‱ Begleit-Bataillon ReichsfĂŒhrer SS (Himmlers Begleit-Bataillon)
‱ SS-Flakabteilung B (SS-Flak-Einheit zum Schutz von Hitlers Berghof in Berchtesgaden gegen Luftangriffe)
‱ SS-Standarte Kurt Eggers (Dachverband aller SS-Kriegsberichter-Einheiten, die jeder Division zugeordnet waren)
‱ SS-Wehrgeologenbataillon (MilitĂ€rgeologen, die je nach Bedarf an andere Einheiten angeschlossen wurden)
‱ SS-Röntgensturmbann (spezielles Bataillon, dem alle Röntgen-Techniker unterstanden)
‱ SS-Helferinnenkorps (Organisation der Frauen, die als SS-Helferinnen oder „SS-Maiden“ die Waffen-SS in Ă€hnlicher Form wie die Wehrmachthelferinnen unterstĂŒtzten)

Dienstgrade

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Hauptartikel

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Bildtafel der Dienstgrade und Rangabzeichen der Waffen-SS

Da die Allgemeine SS ursprĂŒnglich eine Untergruppierung der SA war, benutzte sie dementsprechend weitestgehend auch die SA-Dienstgradbezeichnungen. SS-Angehörige mussten ihrem Dienstgrad aber das PrĂ€fix SS voranstellen. Eine Tabelle mit allen Dienstgraden der Organisationen der NSDAP ist im Artikel Organisationsstruktur der SS dargestellt.

Als Angehörige der „Gesamt-SS“ trugen Angehörige der Waffen-SS die Dienstgradbezeichnungen der Allgemeinen SS, oft auch mit dem Zusatz: der Reserve. Mit der Aufstellung von nichtdeutschen VerbĂ€nden wurde das PrĂ€fix SS dort durch Waffen-SS ersetzt; zum Teil fĂŒhrten die nationalen VerbĂ€nde andere Rangbezeichnungen, die sich an der militĂ€rischen Tradition ihrer HerkunftslĂ€nder orientierte, beispielsweise wurden in der 29. Waffen-Grenadier-Division der SS (italienische Nr. 1) die italienischen RĂ€nge gefĂŒhrt.

Die Waffen-SS-RÀnge und die entsprechenden HeeresrÀnge

Die RĂ€nge der SS waren etwa der Rangfolge der HeeresrĂ€nge nachgebildet. Nicht fĂŒr alle SS-Titel gab es ungefĂ€hr entsprechende MilitĂ€rrĂ€nge. Das Tragen war auch nicht mit entsprechender Ausbildung und FĂŒhrungserfahrung bei verschiedenen Truppenteilen (dienstliche Verwendungen) verbunden, so wie es beim deutschen MilitĂ€r die Regel vor einer Beförderung war.

| Waffen-SS | Wehrmacht (Heer) |
|---|---|
| SS-SchĂŒtze (SS-Grenadier, -Kanonier, -Funker etc. je nach Waffengattung) | Soldat ( SchĂŒtze , Grenadier, Kanonier, Funker etc. je nach Waffengattung) |
| SS-OberschĂŒtze (SS-Obergrenadier -Oberkanonier, -Oberfunker etc. je nach Waffengattung) | Ober
, z. B. OberschĂŒtze 
 (usw., wie vor) |
| SS-Sturmmann | Gefreiter |
| SS-RottenfĂŒhrer | Obergefreiter |
| keine Entsprechung in der Waffen-SS | Stabsgefreiter |
| | |
| SS-UnterscharfĂŒhrer | Unteroffizier |
| SS-Junker | FĂ€hnrich |
| SS-ScharfĂŒhrer | Unterfeldwebel |
| SS-Oberjunker | --- |
| SS-OberscharfĂŒhrer | Feldwebel |
| SS-Standartenjunker | OberfÀhnrich |
| SS-HauptscharfĂŒhrer | Oberfeldwebel |
| SS-Standartenoberjunker | |
| SS-StabsscharfĂŒhrer ( Dienststellung ) | ( Hauptfeldwebel ) (Dienststellung) |
| SS-SturmscharfĂŒhrer | Stabsfeldwebel |
| | |
| SS-UntersturmfĂŒhrer | Leutnant |
| SS-ObersturmfĂŒhrer | Oberleutnant |
| SS-HauptsturmfĂŒhrer | Hauptmann |
| SS-SturmbannfĂŒhrer | Major |
| SS-ObersturmbannfĂŒhrer | Oberstleutnant |
| SS-StandartenfĂŒhrer | Oberst |
| SS-OberfĂŒhrer | keine Entsprechung in der Wehrmacht [ 24 ] |
| | |
| SS-BrigadefĂŒhrer und Generalmajor der Waffen-SS | Generalmajor |
| SS-GruppenfĂŒhrer und Generalleutnant der Waffen-SS | Generalleutnant |
| SS-ObergruppenfĂŒhrer und General der Waffen-SS | General der Waffengattung |
| SS-Oberst-GruppenfĂŒhrer und Generaloberst der Waffen-SS | Generaloberst |
| ReichsfĂŒhrer SS | Generalfeldmarschall |

AusrĂŒstung

Konkurrierende StreitkrÀfte

Von Beginn an stand die Waffen-SS in Konkurrenz zur Wehrmacht um Personal, Waffen und AusrĂŒstung. Die deutsche RĂŒstungsindustrie konnte – trotz enormer ProduktivitĂ€tssteigerung bis 1944 (dem Jahr mit der höchsten Produktionsrate) – den Bedarf der Fronttruppen nicht decken, und so wurde hinsichtlich VerlĂ€sslichkeit und Kampfmoral priorisiert. Da etablierte Heereslieferanten sich oft nicht dafĂŒr entschieden, die mit der Wehrmacht konkurrierende Waffen-SS zu beliefern, mussten fĂŒr die AusrĂŒstung der SS-Einheiten mitunter neue Bezugsquellen erschlossen werden. So wurden BeutebestĂ€nde genutzt, AuftrĂ€ge an tschechische oder französische Betriebe vergeben oder sogar SS-eigene RĂŒstungsbetriebe gegrĂŒndet.

Im Verlauf des Kriegs baute sich die Waffen-SS eine eigene Versorgungs-Struktur auf, wodurch diese teilweise von den MaterialengpĂ€ssen der Wehrmacht unabhĂ€ngig war. In der zweiten KriegshĂ€lfte wurden dann VerbĂ€nde der Waffen-SS zumindest genauso gut, wenn nicht gelegentlich sogar besser ausgerĂŒstet als die Elite-VerbĂ€nde von Wehrmacht und Luftwaffe. Eine eigene Panzertruppe erhielt die Waffen-SS erst ab 1942, als ihre VerbĂ€nde bereits zu einem bedeutenden Teil der deutschen StreitkrĂ€fte geworden waren.

Vorkriegszeit

Motorisierung

VerbĂ€nde der SS waren frĂŒhzeitig in militĂ€rische Operationen des deutschen Reichs eingebunden. Die Remilitarisierung des Rheinlandes, der "Anschluss" Österreichs und die Besetzung des Sudetenlandes waren auch politische Aktionen, in denen eine bewaffneten VerbĂ€nde der SS propagandistisch inszeniert wurden, hierzu mussten die VerbĂ€nde oft große Wegstrecken zurĂŒcklegen, so dass die Motorisierung von Beginn an einen großen Stellenwert hatte. Die VorzeigeverbĂ€nde (LSSAH, Das Reich, Totenkopf) waren bis 1939 als motorisierte Infanterie-VerbĂ€nde gegliedert, zum Teil noch in RegimentsstĂ€rke. Gerade bei diesen VerbĂ€nden wurde von Hitler großer Wert auf MobilitĂ€t gelegt, was dazu fĂŒhrte, dass diese Einheiten mitunter ĂŒber mehr Fahrzeuge fĂŒr den Truppentransport verfĂŒgten als vergleichbare Heereseinheiten.

Tarnuniformen

Nicht in den Konventionen und Strukturen der etablierten StreitkrĂ€fte arbeitend, ergab sich fĂŒr die Waffen-SS die Möglichkeit frĂŒhzeitig neue Wege einzuschlagen, die teils spĂ€ter das Bild dieser Truppen prĂ€gten. Die Waffen-SS war weltweit die erste Truppe, die in großem Umfang mit den heute gebrĂ€uchlichen Flecktarnmustern auf ihren Uniformen experimentierte. Professor Johann Georg Schick beschĂ€ftigte sich bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs mit der Entwicklung von Tarnmustern. Der SS-SturmbannfĂŒhrer Wim Brandt erarbeitete eine Richtlinie fĂŒr die einzelnen AusrĂŒstung- und BekleidungsstĂŒcke der Waffen-SS. Die verfĂŒgbaren ProduktionskapazitĂ€ten waren anfĂ€nglich jedoch sehr limitiert und der experimentelle Charakter dieses Themengebiet fĂŒhrte zu einer großen Anzahl unterschiedlicher Tarnmuster. Aufgrund der generell großen Tarnwirkung (feste Körper verschwimmen in ihren Umrissen) gegenĂŒber dem menschlichen Auge verwenden zahlreiche Armeen (unter anderem auch die Bundeswehr) noch heute Ă€hnliche Flecktarnversionen.

Im Krieg

MannstÀrke der VerbÀnde

Im Detail stellt sich die höhere PersonalstĂ€rke der SS-Panzergrenadier-Divisionen als ein Relikt aus der Zeit dar, zu der diese SS-VerbĂ€nde noch als motorisierte Infanterie-VerbĂ€nde gegliedert waren, obwohl sich die Gliederung der daraus entstandenen SS-Panzer-Divisionen grundsĂ€tzlich an der Gliederung der Panzer-Divisionen der Wehrmacht orientierte. Ein weiterer Unterschied war die Tatsache, dass die SS MĂ€ngel hinsichtlich der organischen Struktur (geringere ArtillerieunterstĂŒtzung, anf. nur „leichte Artillerie-Abteilungen“ etc.) kompensieren musste, das heißt, dass schwere Waffen zur InfanterieunterstĂŒtzung bereits in die SS-Divisionen (z. B. SturmgeschĂŒtz-Abteilungen bei SS-Panzergrenadier-Divisionen) eingegliedert werden mussten, anstatt wie beim Heer zeitweilig unterstellt zu werden. Dies verleitet oft zu der falschen Annahme, dass Divisionen der Waffen-SS deutlich grĂ¶ĂŸer bzw. schlagkrĂ€ftiger als vergleichbare Heereseinheiten waren. Die Waffen-SS hatte aber tatsĂ€chlich – im Gegensatz zu HeeresverbĂ€nden – auf Korps-/Armee-Ebene keine Einheiten/Waffen (Flak-Artillerie, schwere Artillerie, schwere Mörser etc.) zur InfanteriebekĂ€mpfung, das heißt, dass divisionseigene Artillerie-Abteilungen bzw. -Regimenter in der Praxis oft nicht ausreichten und wenig mobil waren, was zur Folge hatte, dass man vor der Eingliederung der SturmgeschĂŒtz-Abteilungen oft auf ArtillerieunterstĂŒtzung durch Einheiten der ĂŒbergeordneten (Heeres-)Armee oder des Korps angewiesen war.

Obwohl SS-VerbĂ€nde bereits 1940 wĂ€hrend des Frankreich-Feldzuges an der Front eingesetzt wurden, waren VerbĂ€nde der Waffen-SS erst ab 1941 (Griechenland, dann Sowjetunion) in großem Maßstab an Schwerpunkten der KĂ€mpfe im Einsatz und erlitten dabei teils schwere Verluste. Im spĂ€teren Verlauf des Krieges verschlechterte sich die Personal- und Materiallage, sodass auch diese Divisionen (wie auch die meisten Heeres-Divisionen) oft nicht mehr vollstĂ€ndig ausgerĂŒstet werden konnten.

Die 1944/45 aufgestellten SS-Divisionen erreichten das Personal- und AusrĂŒstungs-Soll nie, oft fand die Umgliederung in eine Division nur auf dem Papier statt. Die Bewaffnung dieser Grenadier-, Gebirgs- und Panzergrenadier-Divisionen war oft unzureichend, veraltet oder bestand aus Beute-Waffen. Auch solche SS-VerbĂ€nde wurden oft an Kampfschwerpunkten eingesetzt, hatten aber dann hohe Verluste.

Schwere Waffen – Artillerie

Die Waffen-SS hatte bis zum Kriegsende mindestens ein Artillerie-Regiment mit insgesamt vier Abteilungen. Hier kamen zum Beispiel in der 4. („schweren“) Abteilung des SS-Artillerie-Regiments zwei Batterien mit je drei „17-cm-Kanonen 18“ (auf Mörserlafetten montiert, 1941 eingefĂŒhrt, Reichweite: ca. 29 km), und eine Batterie mit drei bis vier „21-cm-Mörsern 18“ (ebenfalls auf Mörserlafetten, 1939 eingefĂŒhrt, Reichweite: ca. 16 km) zum Einsatz. Diese GeschĂŒtztypen bildeten zwar das RĂŒckgrat der deutschen schweren Heeresartillerie, die Lebensdauer der Rohre und die Feuergeschwindigkeit (30 Schuss pro Stunde beim 21-cm-Mörser) waren jedoch ungenĂŒgend und das Gewicht der Kanonen recht hoch (23+16 Tonnen), was die VerfĂŒgbarkeit von ArtillerieunterstĂŒtzung durch SS-eigene Einheiten deutlich einschrĂ€nkte. Der Einsatz von Nebelwerfern versprach hier mehr Erfolg und kam der generell hohen MobilitĂ€t von Waffen-SS-Einheiten eher entgegen.

Der von der Waffen-SS initiierte Bau der Versuchsfahrzeuge, die 8-cm-Vielfachwerfer der SS, auch „Himmler-Orgel“ genannt (13 Fahrzeuge im Einsatz), der diesen Mangel beheben sollte, erwies sich aufgrund der großen Streuung und der ungenĂŒgenden VerfĂŒgbarkeit dieser Waffen als wenig erfolgreiches Projekt, sodass die vorhandenen drei SS-Vielfachwerfer-Batterien 1944 schließlich auf Nebelwerfer umgerĂŒstet und je einem SS-Panzer-Korps unterstellt wurden. Die ab 1943 in den neu aufgestellten SS-Werfer-Abteilungen (ca. 10–15 bis Kriegsende) eingesetzten Nebelwerfer, die bereits ab 1940 fĂŒr die Wehrmacht produziert wurden, erwiesen sich als erfolgreicher, fĂŒhrten zu einer geringeren AbhĂ€ngigkeit der SS von Artillerie-Einheiten des Heeres und ermöglichten mehr FlexibilitĂ€t in der KampffĂŒhrung bzw. Planung, da diese Waffen wesentlich leichter und damit mobiler als ArtilleriegeschĂŒtze waren.

Schwere Waffen – Panzer

Bis 1943 wurden viele VerbĂ€nde der Waffen-SS zu SS-Panzer-Divisionen ausgebaut und umgegliedert. Dieser Umbau begann bereits zu einem Zeitpunkt, als diese zumindest offiziell noch Panzergrenadier-Divisionen waren, sie wurden aber schrittweise zu Panzer-Divisionen ausgebaut, obwohl dazu von Hitler noch gar keine Genehmigung vorlag. Solche VerbĂ€nde hĂ€tten dann, wenn man nur nach der Bezeichnung ginge, eine höhere Anzahl an Infanterie-Kompanien als eine Panzergrenadier-Division der Wehrmacht gehabt. Dieses Vorgehen wurde seitens der Wehrmacht mit Argwohn verfolgt und Himmler wurde schriftlich aufgefordert, Angaben zu PersonalstĂ€rke, Gliederung und Ausbauvorhaben der SS-Einheiten zu machen, was er weitgehend ignorierte, bis Hitler schließlich den Ausbau offiziell genehmigte.

Schwere Waffen – SturmgeschĂŒtze

Die Leibstandarte Adolf Hitler gehörte zu den ersten VerbĂ€nden, die SturmgeschĂŒtze auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagen III erhielten, die StuG III, und diese bereits im Westfeldzug einsetzte. Das erfolgreiche Konzept dieser stark gepanzerten Artillerie zur direkten UnterstĂŒtzung der Infanterie, war fĂŒr die Waffen-SS in der frĂŒhen Kriegsphase ein großer Vorteil im Einsatz und auch die Waffen-SS insgesamt profitierte dann von dieser Organisationsentscheidung, die auch propagandistisch genutzt werden konnte.

Die Wehrmacht ĂŒbernahm sogar spĂ€ter im Krieg mitunter Gliederungen von der Waffen-SS, beispielsweise im Falle der zusĂ€tzlichen SturmgeschĂŒtz-Abteilungen bei SS-Panzergrenadier-Divisionen (spĂ€testens 1944), allerdings sollten hier die SturmgeschĂŒtze beim Heer die PanzerabwehrfĂ€higkeiten der Divisionen stĂ€rken, wobei aber dann, aufgrund des Aufkommens besser gepanzerter alliierter Kampffahrzeuge, die Erfolge zunehmend ausblieben und die SturmgeschĂŒtze im letzten Kriegsjahr wie bei der Waffen-SS meist nur noch zur InfanterieunterstĂŒtzung zum Einsatz kamen. Auf dem italienischen Kriegsschauplatz wurden SturmgeschĂŒtze (und Panzer IV) ab Ende 1943 allerdings gerade an den von den deutschen mitunter lĂ€nger gehaltenen Verteidigungslinien weiterhin auch zur Panzerabwehr eingesetzt, da die mit moderneren Panzern ausgerĂŒsteten PanzerverbĂ€nde vornehmlich in Frankreich und an der Ostfront eingesetzt wurden.

Versorgung mit Nachschub

SS-Divisionen waren bzgl. der Versorgung (Verpflegung, Munition, Treibstoff) auf die Infrastruktur der ĂŒbergeordneten Organisationseinheit (Armee) der Wehrmacht angewiesen, da sie nur kleine Trosse hatten. Die Nachschubeinheiten der SS-Divisionen waren vergleichsweise klein, aber meist voll motorisiert.

Juristische Aufarbeitung der Verbrechen der Waffen-SS

Im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 erklĂ€rte der Internationale MilitĂ€rgerichtshof die Waffen-SS wie auch die allgemeine SS und die TotenkopfverbĂ€nde wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verbrecherischen Organisationen.

Eine Ahndung der zahllosen Verbrechen der Waffen-SS erfolgte aber dennoch in nur sehr geringem Ausmaß. Der Historiker Martin CĂŒppers stellte beispielsweise fest, dass nur acht Angehörige der dem Kommandostab ReichsfĂŒhrer SS unterstellten SS-Einheiten, deren Treiben er in einer Studie untersuchte, welche die Bedeutung der Waffen-SS-VerbĂ€nde fĂŒr die Ingangsetzung der Shoah in der ehemaligen Sowjetunion unterstreicht, nach dem Krieg fĂŒr ihre Verbrechen juristisch belangt wurden. Hingegen wurden mehrere Tausend ehemalige Angehörige dieser Einheiten, darunter viele, die juristisch wegen begangener Kriegsverbrechen zu verfolgen gewesen wĂ€ren, nicht belangt.cite-ref-25[25]

Ehemalige nach dem Krieg

Bekannte Personen des Nachkriegs-Deutschland in der Waffen-SS

‱ GĂŒnter Grass (NobelpreistrĂ€ger, Schriftsteller): 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“
‱ Hardy KrĂŒger (Filmschauspieler, Schriftsteller): 38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“
‱ Horst Tappert (Filmschauspieler, „Derrick“): 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“
‱ Herbert Reinecker (Journalist, Autor von JugendbĂŒchern, Romanen und DrehbĂŒchern): 14. Kompanie des SS-Panzergrenadierregiment 1 „Totenkopf“
‱ Bernhard Heisig (Maler, u. a. Lehrer von Neo Rauch): 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“
‱ Otto Beisheim (Metro-MitbegrĂŒnder, Unternehmer): 1. SS-Panzer-Division „Leibstandarte SS Adolf Hitler“
‱ Hans Robert Jauß (Literaturwissenschaftler und Romanist): SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade „Nederland“
‱ Franz Schönhuber (Journalist und Politiker): 33. Waffen-Grenadier-Division der SS „Charlemagne“
‱ Eberhard Cohrs (Filmschauspieler, Komiker): RottenfĂŒhrer, Wachmannschaft des KZ Sachsenhausen
‱ Henri Nannen (GrĂŒnder, Herausgeber und Chefredakteur des Magazins „Stern“): SS-Standarte Kurt Eggers, Propagandakompanie „SĂŒdstern“
‱ Johannes Agnoli (fĂŒr die Studentenbewegung bedeutender Politikwissenschaftler): Mitglied ab 1943 in Italien

Fremdenlegion

Nach 1945 rekrutierte Frankreich ehemalige deutsche Soldaten fĂŒr die französische Fremdenlegion. Viele meldeten sich aus Kriegsgefangenenlagern und aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage in der Heimat. Darunter waren auch ehemalige Angehörige der Waffen-SS, die mit dem Eintritt die Möglichkeit bekamen, eine neue IdentitĂ€t anzunehmen.cite-ref-26[26] Diese Möglichkeit gab es auch fĂŒr Franzosen, die in der Waffen-SS-Division „Charlemagne“ gedient hatten.

Übernahme ehemaliger SS-Angehöriger in die Bundeswehr nach 1961

Nach der Wiederbewaffnung blieb die neu gegrĂŒndete Bundeswehr ehemaligen höheren Offizieren der Waffen-SS oberhalb des Dienstranges des HauptsturmfĂŒhrers (entspricht dem Rang eines Hauptmannes) verschlossen.cite-ref-27[27] Der Personalgutachterausschuss hatte 1961 nach ÜberprĂŒfung 159 ehemalige Offiziere, 330 Unteroffiziere und 210 Mannschaften der Waffen-SS in das DienstverhĂ€ltnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit berufen. FĂŒnf ehemalige Angehörige der Waffen-SS wurden in der Bundeswehr spĂ€ter zu GenerĂ€len befördert. Dabei handelte es sich um die Brigadegenerale GĂŒnter Baer und Alfred Kendziora, die Generalmajore Gerhard Deckert und Michael Schwab sowie den Generalleutnant Werner Lange. Auch drei vormalige Generalstabsoffiziere des Heeres, die zeitweise zu den höheren StĂ€ben der Waffen-SS kommandiert worden waren, wurden spĂ€ter Generale. Dabei handelte es sich um den Generalleutnant Leo Hepp und die beiden Brigadegenerale Kurt Marino von Einem und August Frede.cite-ref-28[28]

Veteranen und TraditionsverbÀnde nach 1945

Die Veteranen der Waffen-SS schlossen sich zu einem Traditionsverband – der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG) – zusammen, der bis in die 1970er-Jahre erheblichen Einfluss im Netzwerk der Soldaten- und TraditionsverbĂ€nde hatte, aber auch intensive Kontakte zu den Parteien der Bundesrepublik pflegte. Erst in den 1980er-Jahren kam es zur Distanzierung: CDU-Bundestagsabgeordnete beendeten ihre Mitarbeit, die SPD beschloss die Unvereinbarkeit. Der Bundesverband der HIAG, der wegen seiner Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen vom Verfassungsschutz beobachtet worden war, löste sich Ende 1992 auf.cite-ref-29[29] Bis heute bestehen VerbĂ€nde aber weiterhin auf Landesebene. Auch die Zeitung des HIAG Der Freiwillige, die im rechtsextremen Munin-Verlag erscheint, wurde danach noch herausgegeben. Hauptinhalt dieser Publikation ist die Darstellung der Waffen-SS als normale kĂ€mpfende Truppe und MilitĂ€rnostalgie; daneben finden sich auch geschichtsrevisionistische Artikel, die nicht allein die Geschichte der Waffen-SS betreffen. Neben der HIAG gilt in Österreich die „Kameradschaft IV“ (K IV) als Interessen- und Traditionsverband der Waffen-SS. Die Kameradschaft IV veranstaltet traditionell einen Tag vor dem Ulrichsbergtreffen in KĂ€rnten einen Kameradschaftsabend in Krumpendorf am Wörthersee, der 1995 durch den Auftritt Jörg Haiders in die Schlagzeilen kam. Beim „Europaabend“ nehmen etliche ehemalige Mitglieder der Waffen-SS und Wehrmacht aus ganz Europa teil, bei dem neben ehemaligen Kriegsteilnehmern auch rechtsextreme Parteien und Neonazis wie Florentine Rost van Tonningen und Gudrun Burwitz, Tochter von Himmler, zu Gast sind.cite-ref-30[30] 1995 geriet auch Sören Kam in die Schlagzeilen, als er in KĂ€rnten am Ulrichsbergtreffen der Veteranen der Waffen-SS in Krumpendorf teilnahm.cite-ref-31[31]

FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider sprach 1995 in Anwesenheit von Kam den anwesenden Waffen-SS-Soldaten seinen Dank aus:

„Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anstĂ€ndige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei grĂ¶ĂŸtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. [
] Wir geben Geld fĂŒr Terroristen, fĂŒr gewalttĂ€tige Zeitungen, fĂŒr arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld fĂŒr anstĂ€ndige Menschen.“

–

Jörg Haider

, 30. September 1995 in

Krumpendorf am Wörthersee

gegenĂŒber Veteranen der Waffen-SS anlĂ€sslich der Ulrichsbergfeiern

Bei den Feierlichkeiten 2007 nahmen auch Mitglieder des flĂ€mischen rechtsradikalen Traditionsverbandes „Voorpost“ teil.cite-ref-33[33]

Waffen-SS-Soldaten fĂŒr Kuba

Im Oktober 2012 berichtete Bodo Hechelhammer in den Mitteilungen der Forschungs- und Arbeitsgruppe „Geschichte des BND“, dass Fidel Castro 1962 versuchte, ehemalige Offiziere der Waffen-SS als Ausbilder fĂŒr seine Truppen zu werben. Über den WaffenhĂ€ndler Ernst-Wilhelm Springer versuchte Kuba, Waffen zu kaufen.cite-ref-34[34]

Siehe auch
Literatur

‱ H. Auerbach: Waffen-SS. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Legenden, LĂŒgen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-423-04666-X.
‱ Wolfdieter Bihl: Zur Rechtsstellung der Waffen-SS. In: Wehrwissenschaftliche Rundschau. Band 16, 1966, S. 379–385.
‱ Heinz Boberach: Die ÜberfĂŒhrung von Soldaten des Heeres und der Luftwaffe in die SS-TotenkopfverbĂ€nde zur Bewachung von Konzentrationslagern 1944. In: MilitĂ€rgeschichtliche Mitteilungen. Band 34, 1983, S. 185–190.
‱ Klaus-JĂŒrgen Bremm: Die Waffen-SS. Hitlers ĂŒberschĂ€tzte PrĂ€torianer. Theiss, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-8062-3793-1.
‱ Thomas Casagrande: SĂŒdtiroler in der Waffen-SS; Vorbildliche Haltung, fanatische Überzeugung. Edition Raetia, Bozen 2015.
‱ Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab ReichsfĂŒhrer SS und die Judenvernichtung 1939–1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-16022-3 (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der UniversitĂ€t Stuttgart, Bd. 4; Zugleich Dissertation, UniversitĂ€t Stuttgart, 2004. Auch mit Schreibweise „Shoa“. Nur noch als E-Book erhĂ€ltlich).
‱ JĂŒrgen Förster: Vom FrĂŒhheer der Republik zur nationalsozialistischen Volksarmee. In: Jost DĂŒlffer (Hrsg.): Deutschland und Europa. KontinuitĂ€t und Bruch. Gedenkschrift fĂŒr Andreas Hillgruber. PropylĂ€en Verlag, Frankfurt am Main/Berlin 1990, ISBN 3-549-07654-1, S. 311–328.
‱ Peter Klein (Hrsg.): Die Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die TĂ€tigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. Edition Hentrich, Berlin 1997, ISBN 3-89468-200-0 (Publikationen der Gedenk- und BildungsstĂ€tte Haus der Wannsee-Konferenz, Bd. 6).
‱ Jochen Lehnhardt: Die Waffen-SS: Geburt einer Legende. Himmlers Krieger in der NS-Propaganda. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2017, ISBN 978-3-506-78688-3.
‱ Jean-Luc Leleu: La Waffen-SS, soldats politiques en guerre. Perrin, Paris 2007.
‱ Valdis O. Lumans: Himmler's Auxiliaries. The Volksdeutsche Mittelstelle and the German National Minorities of Europe, 1933–1945. University of North Carolina Press, Chapel Hill / London 1993, ISBN 0-8078-2066-0.
‱ RenĂ© Rohrkamp: „Weltanschaulich gefestigte KĂ€mpfer“ – die Soldaten der Waffen-SS 1933–1945. Organisation – Personal – Sozialstrukturen. Schöningh, 2010, ISBN 978-3-506-76907-7.
‱ Wolfgang Schneider: Die Waffen-SS. Text und Dokumentation. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-499-60936-3.
‱ Ronald Smelser, Enrico Syring (Hrsg.): Die SS. Elite unter dem Totenkopf. 30 LebenslĂ€ufe. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 3-506-78562-1 (2., durchgesehene Auflage bei Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003).
‱ Ronald Smelser/Eward J. Davies II: Die Romantisierung der Wehrmacht und Waffen-SS in den USA. Die „Gurus“ und ihr Einfluss auf die amerikanische Öffentlichkeit, in: Jens Westemeier (Hg.): „So war der deutsche Landser
.“ Das populĂ€re Bild der Wehrmacht. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 3-506-78770-5, S. 63–78.
‱ Jan Erik Schulte, Peter Lieb, Bernd Wegner (Hrsg.): Die Waffen-SS. Neue Forschungen. Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a. 2014, ISBN 978-3-506-77383-8.
‱ George H. Stein: Geschichte der Waffen-SS. AthenĂ€um Verlag, Königstein am Taunus 1978, ISBN 3-7610-7215-5 (amerikanisches Englisch: The Waffen-SS. Übersetzt von Walther Schwerdtfeger).
‱ Bernd Wegner: „My Honour is Loyalty“ The SS as a Military Factor in Hitler's Germany. In: Wilhelm Deist (Hrsg.): The German Military in the Age of Total War. Leamington Spa 1985, S. 220–239.
‱ Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945. 7. Auflage. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2006, ISBN 3-506-76313-X (Zugleich Dissertation, UniversitĂ€t Hamburg 1980 unter dem Titel Das FĂŒhrerkorps der bewaffneten SS 1933–1945).
‱ Jens Westemeier: Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit (= Krieg in der Geschichte. Bd. 71). Hrsg. mit UnterstĂŒtzung des Zentrums fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-77241-1 (= ĂŒberarbeitete Fassung der einschlĂ€gigen Dissertation an der UniversitĂ€t Potsdam 2009).
‱ Gordon Williamson: Die Waffen-SS. 1933–1945. Ein Handbuch. Tosa Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85492-706-1 (englisch: The Waffen-SS handbook. Übersetzt von two4u).

Über VerbĂ€nde der Waffen-SS

‱ Thomas Casagrande: Die Volksdeutsche SS-Division „Prinz Eugen“. Die Banater Schwaben und die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37234-7 (Zugleich Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main, 2002).
‱ Max Hastings: Das Reich. Resistance and the March of the 2nd SS-Panzer-Division through France. June 1944. Pan, London 1981, ISBN 0-330-26966-6.
‱ Charles W. Sydnor: Soldaten des Todes. Die 3. SS-Division „Totenkopf“ 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn / MĂŒnchen / Wien / ZĂŒrich 2000, ISBN 3-506-79084-6 (englisch: Soldiers of Destruction. Übersetzt von Karl Nicolai).
‱ Bernd Wegner: Auf dem Weg zur Pangermanischen Armee. Dokumente zur Entstehungsgeschichte des III. („germanischen“) SS-Panzerkorps. In: MilitĂ€rgeschichtliche Mitteilungen. Band 28, 1980, S. 101–136.

Über die SS allgemein

‱ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staates. 6. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 1994, ISBN 3-423-04637-6.
‱ Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf Die Geschichte der SS. Bassermann Verlag, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-8094-2255-6.
‱ Robert M. W. Kempner (Hrsg.): SS im Kreuzverhör. Die Elite, die Europa in Scherben schlug. Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-953-5 (Hamburger Stiftung fĂŒr Sozialgeschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts: Schriften der Hamburger Stiftung fĂŒr Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Bd. 4).
‱ Guido Knopp: Die SS. Eine Warnung der Geschichte. Goldmann Verlag, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-442-15252-6.
‱ Komitee der Antifaschistischen WiderstandskĂ€mpfer in der DDR (Hrsg.): SS im Einsatz. Eine Dokumentation ĂŒber die Verbrechen der SS. Kongress-Verlag, Berlin 1958.
‱ Reimund Schnabel: Macht ohne Moral Eine Dokumentation ĂŒber die SS, zweite, erweiterte Auflage, Röderbergverlag G.m.b.H., Frankfurt/Main 1958.[1]

Weblinks

Commons

: Waffen-SS

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Arnulf Scriba: Die Waffen-SS. Im LeMO des Deutschen Historischen Museums, Berlin
‱ BestĂ€ndeĂŒbersicht des Bundesarchivs, Bundesarchiv, Abteilung MilitĂ€rarchiv, Freiburg
‱ Leon de Winter: Der FĂŒhrer schĂŒtzt die Mörder noch. Leon de Winter ĂŒber einen Skandal, der die deutsch-niederlĂ€ndischen Beziehungen belastet. In: Die Welt. vom 25. August 2003.
‱ Sven Felix Kellerhoff: Hitlers mörderische Elite. Verbrecherische Organisation, internationale Kampftruppe oder Endstation der Fanatiker: Was eigentlich war die Waffen-SS? Debatte. In: Die Welt. vom 15. August 2006.
‱ Stephan Dehn, Michael Thoß: Tagungsbericht Vergemeinschaftung und Ausgrenzung. Neue Forschungen zur Geschichte der Waffen-SS. 02.12.2010–04.12.2011, Dresden. In: H-Soz-u-Kult. 11. MĂ€rz 2011.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ RenĂ© Rohrkamp, Weltanschaulich gefestigte KĂ€mpfer: Die Soldaten der Waffen-SS 1933 – 1945, Paderborn 2010, Seite 269f
cite-note-22. ↑ Der ReichsfĂŒhrer-SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Inneren: SS-Befehl, Betreff: „Feldgraue Uniform der Waffen-SS, der Sicherheitspolizei und des SD“, I. Waffen-SS, Ziffer 7, Berlin, den 10. Mai 1940.
cite-note-33. ↑ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staats. Bd. 1: Die SS – Das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam. MĂŒnchen 1967, S. 179.
cite-note-44. ↑ Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933–1945. Paderborn 1983, S. 124 ff.
cite-note-55. ↑ Bernd Wegner |Titel=Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933–1945 |Verlag=Ferdinand Schöningh |Datum=2010 |Kapitel= Kapitel 17.3 Die Durchbrechung des Freiwilligkeitsprinzips |Seiten=273f.
cite-note-66. ↑ Jost DĂŒlffer: FĂŒhrerglaube und Vernichtungskrieg. 1992, S. 161.
cite-note-77. ↑ Frank Dingel: Waffen-SS. In: EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. dtv, 2. Auflage. MĂŒnchen 1998, S. 792.
cite-note-88. ↑ Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmorde in der NS-Zeit 1933–1945. Darmstadt 2003, S. 25.
cite-note-99. ↑ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staats. Bd. 1: Die SS – Das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam. MĂŒnchen 1967, S. 182.
cite-note-1010. ↑ Zitiert nach Bernd Wegner: Anmerkungen zur Geschichte der Waffen-SS. In: R.D. MĂŒller, H.E. Volkmann (Hrsg. im Auftrag des MGFA): Die Wehrmacht: Mythos und RealitĂ€t. Oldenbourg, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 407.
cite-note-1111. ↑ Bundesarchiv: Slg. Schum./v. 432, Bd. 2.
cite-note-1212. ↑ RenĂ© Rohrkamp: „Weltanschaulich gefestigte KĂ€mpfer“: Die Soldaten der Waffen-SS 1933 – 1945 (= Krieg in der Geschichte. Band 61). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76907-7, S. 283 ff.
cite-note-1313. ↑ VerfĂŒgung des OKW vom 8. MĂ€rz 1940 betr. „WehrdienstverhĂ€ltnis und WehrĂŒberwachung der Angehörigen der Waffen-SS wĂ€hrend des Krieges“ – NA: T-175/36/5973 ff.
cite-note-1414. ↑ Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoa. MĂ€rz 2005, S. 91.
cite-note-1515. ↑ Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933–1945. Paderborn 1997, ISBN 3-506-77502-2, S. 210. FĂŒr die Vorkriegsjahre wurden die PersonalstĂ€rken von SS-VerfĂŒgungstruppe und SS-TotenkopfverbĂ€nden addiert.
cite-note-1616. ↑ Sönke Neitzel: Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine MilitĂ€rgeschichte. PropylĂ€en, Berlin 2020, S. 207
cite-note-1717. ↑ Rafael A. Zagovec: GesprĂ€che mit der 'Volksgemeinschaft. In: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 9/2: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945 – Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung. im Auftrag des MGFA hrsg. von Jörg Echternkamp. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2005, ISBN 3-421-06528-4, S. 360–364.
cite-note-1818. ↑ Vgl. dazu Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab ReichsfĂŒhrer SS und die Judenvernichtung 1939–1945. (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der UniversitĂ€t Stuttgart, Bd. 4). 2., unverĂ€nderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-89678-758-3, S. 189–214, hier S. 203 und S. 213. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf getötete Juden, zusĂ€tzlich noch ermordete russische Kriegsgefangene und nichtjĂŒdische Zivilisten sind darin nicht enthalten.
cite-note-1919. ↑ Waffen-SS als Verantwortliche des Massakers von MaillĂ© identifiziert. In: Der Standard. 11. Oktober 2008.
cite-note-overmans414ff-2020. ↑ RĂŒdiger Overmans nach Bernd Wegner: Anmerkungen zur Geschichte der Waffen-SS. In: R.D. MĂŒller, H.E. Volkmann (Hrsg. im Auftrag des MGFA): Die Wehrmacht: Mythos und RealitĂ€t. MĂŒnchen, Oldenbourg 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 414 ff.
cite-note-2121. ↑ The Volunteer SS Legion in Latvia. (Die freiwillige (Waffen-)SS-Legion in Litauen.) Regierungsamtliche Stellungnahme der Republik Litauen, Inesis Feldmanis, Kārlis Kangeris, nach 2004 (Memento vom 31. Mai 2005 im Internet Archive)
cite-note-2222. ↑ Thomas Schmidt: Die Außenpolitik der baltischen Staaten: im Spannungsfeld zwischen Ost und West. VS Verlag, 2003, ISBN 3-531-13681-X.
cite-note-231. Bild von Sepp Dietrich hier, Zugriff am 5. August 2008.
cite-note-242. Hier entsprach dieser Dienstgrad dem eines dienstĂ€lteren Oberst, der berechtigt war, die silbergrauen AufschlĂ€ge und die Aluminium-MĂŒtzen-Paspelierung eines Generals zu tragen, indes er aber noch die SchulterstĂŒcke eines Obersts aufwies. (Quelle: Andrew Mollow: Uniformen der Waffen-SS, S. 154).
cite-note-2525. ↑ Vgl. dazu Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab ReichsfĂŒhrer SS und die Judenvernichtung 1939–1945. (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der UniversitĂ€t Stuttgart, Bd. 4). 2., unverĂ€nderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-89678-758-3, S. 322–335.
cite-note-2626. ↑ Planet Wissen: Deutsche in der Französischen Fremdenlegion, 13. MĂ€rz 2008 (Memento vom 16. Februar 2008 im Internet Archive)
cite-note-2727. ↑ Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 9, S. 652, 1956, Online in der Google-Buchsuche
cite-note-2828. ↑ Matthias Molt: Von der Wehrmacht zur Bundeswehr – personelle KontinuitĂ€t und DiskontinuitĂ€t beim Aufbau der Deutschen StreitkrĂ€fte 1955–1966. Abgerufen am 1. Juli 2017.
cite-note-2929. ↑ Karsten Wilke: Die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ (HIAG) 1950–1990. Veteranen der Waffen-SS in der Bundesrepublik. Schöningh, Paderborn 2011, ISBN 978-3-506-77235-0, S. 421–429.
cite-note-3030. ↑ Wo geht's hier zum Ulrichsberg? - Texte und Hintergrund. Abgerufen am 5. Mai 2024.
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